Dark Water – Dunkle Wasser
(Dark Water)
USA 2005 105 Min
von Walter Salles
mit Jennifer Connelly, Ariel Gade, Pete Postlethwaite, Tim Roth
Kino (Buena Vista/Touchstone)
Dark Water
(Honogurai mizu no soko kara)
JAP 2002 98 Min
von Hideo Nakata
mit Hitomi Kuroki, Rio Kanno, Mirei Oguchi, Isao Yatsu
DVD (Widesight)
Walter Salles „Dark Water“ ist das erste Hollywood-Remake eines japanischen Horrorstreifens, das eine Daseinberechtigung hat. Im Gegensatz zu den beiden Ring-Filmen und „The Grudge“ wird hier nicht ein Erzählstoff simpel veramerikanisiert und massentauglich seichter gemacht, vielmehr wählt Salles für sein Remake den gleichen ruhigen, depressiven Ton des Originals. Alle Elemente finden sich auch bei Salles wieder, doch erreicht er durch eine andere Gewichtung dieser eine veränderte Sichtweise auf den Filmstoff.
Hideo Nakatas Originalfilm erzählt von einer jungen Mutter und dessen kleiner Tochter, die, mitten in einem Sorgerechtsstreit mit dem Vater des Kindes, in eine Wohnung umziehen. Dort gibt es Probleme mit sich vergrößernden Wasserflecken an der Decke und der Tatsache, dass auf dem Verschwinden eines Mädchens aus dem Apartment darüber ein dunkles Geheimnis liegt. Nakata folgt in seinem Film dem Erzählstil seines überaus erfolgreichen wie bekannten „Ring“. Er nimmt sich viel Zeit für das Aufbauen der Figurenkonstellationen und Situation, die die Frau in ihre neue Wohnung einziehen und dort ausharren lassen. Die gute klassische Horrortradition wird hier hochgehalten: Das Aufbauen einer Atmosphäre latenter Bedrohung, ausgelöst durch einen unfreundlichen Ort, unerquickliche und depressive Begleitumstände, nach und nach eingestreute erklärende Details für die Zuschauer und eine fahle und trostlose Farbgebung. All dies hat das Remake ebenfalls zu bieten, jedoch verschieben sich bald die Blickwinkel beider Filme. Salles teilt dem Zuschauer erst sehr spät mit, dass das Kind aus der Wohnung darüber verschwunden ist und nie gefunden wurde. Eine Information, die Nakata sehr viel früher in seinem Film gibt. Ein wichtiger Fakt, ist er doch der Auslöser des übersinnlichen Geister- und Gruselplots. Hier zeigt sich der Hauptunterschied beider Filme klar. Nakatas Film ist und will ein Horrorfilm sein, Salles’ Remake ein Drama. Durch die unterschiedliche Wissensgrundlage des Zuschauers werden auch die anfänglichen Geschehnisse im Appartment darüber anders wahrgenommen. Dienen diese Nakata zur Erzeugung von Angst und Grusel vor dem Unbekannt-Irrationalem, so werden sie bei Salles als weitere Belastung des Nervenskostüms und der verdrängten Kindheitserinnerungen der Hauptfigur gesehen. Dem unterschiedlichen Ansatz zur Folge steht beim Remake die Figur der Mutter mehr im Vordergrund. An ihrer Entwicklung, ihrer Zerbrechlichkeit, Labilität, aber auch Stärke, Liebe und Durchhaltevermögen in der derzeitigen Lebenssituation ist Salles hauptsächlich interessiert (schon seine vorherigen Filme „Central Station“ und „Die Reisen des jungen Che“ hatten die Wandlung und Reifung eines Charakters unter schwierigen Begleitumständen zum Thema). Er und sein Drehbuchautor Rafael Yglesias geben mehr Information zum biographischen Background (die Rückblenden auf die Kindheit) und schnüren ein komplexeres Netz von Personen um die Hauptfigur herum. Sowohl der Hauswart, der Ehemann und der Anwalt sind im Remake stärker präsent, die beiden jugendlichen Skater, die eventuell vom Ex-Mann angeheuert wurden, kommen im Original überhaupt nicht vor. Sie erhöhen die seelischen Belastungen der Hauptfigur und drängen die übersinnlichen Aspekte des Films zeitweise in den Hintergrund. Hier hat dann auch das Remake seine Achillesverse: Salles Film ist in großen Teilen so sehr ein „realistisches“ Drama, das der Subplot mit dem Geist des verstorbenen Mädchens schon fast nicht mehr passen will, fast wie ein Fremdkörper erscheint. Begünstigt wird dies auch dadurch, dass Salles aufgrund seiner Ausrichtung des Stoffes an ausgedehnten Spannungssequenzen, die das Erscheinen des Geistes des toten Mädchens betreffen, nicht interessiert ist. Die Szene im Toilettenraum der Schule sowie das Finale werden zwar gefällig inszeniert, jedoch wird das Schock- und Suspensepotential der Situationen nicht genutzt, die Szenen sehr kurz gehalten, wo das Original einen noch in die hinterste Ecke der Coach hat zurückweichen lassen. Das Salles’ jedoch der Spagat zwischen Drama und dem Geisterplot gelingt und sein Film über das Mittelmaß hinauskatapultiert liegt zum einen an seiner guten Regie, den hervorragenden Bildern von Affonso Beato sowie am guten Darstellerensemble, allen voran seiner Hauptdarstellerin Jennifer Connelly, die einfach grandios die innere Zerrissenheit und zunehmende Verzweiflung, Panik und Überanstrengung ihrer Figur auf die Leinwand bringt mit Unterstützung ihrer dunklen, geheimnisvollen Augen.
So kann der geneigte Zuschauer wählen: Möchte er ein sehr gutes Drama mit Geister-Subplot oder lieber einen kreuzunheimlichen Gruselfilm sich zu Gemüte führen. Ich für meinen Teil kann mit beiden leben und hoffe, das, wenn wir schon mit Remakes aus Hollywood bombardiert werden, sie sich zukünftig ein Beispiel an „Dark Water“ nehmen, indem sie die Grundstimmung und das Grundgerüst beibehalten, jedoch andere Aspekte der Story hervorheben, ohne in oberflächlichem Müll abzugleiten. Ich weiß, es wird leider nicht mehr als ein frommer Wunsch bleiben.
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Sonntag, Oktober 16, 2005
Freitag, September 09, 2005
Vogelgrippe: Final SARS
Godzilla – Final Wars
(Gojira: Feinaru uôzu)
JAP/ AUS / USA / CHI 2004 125 Min
von Ryuhei Kitamura
mit Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa, Akira Takarada, Don Frye
Kino [Toho (Fantasy Filmfest)]
Oh ihr Erdenmenschen passet auf – die Xiliens sind da! Anfangs noch im Gewand von friedliebenden Außerirdischen, lassen sie schon sehr schnell die Hosen fallen: Unseren Planeten wollen sie als riesengroßen Bauernhof, mit den Menschen als Nutzvieh. Dazu haben sie sämtliche TOHO-Monster plus die olle Emmerich-Schabracke in ihre Gewalt gebracht. Einige Wissenschaftler und die „Earth Defense Force“ wollen aber den Spitzenplatz in der Nahrungskette nicht kampflos frei geben – und so kommt ihr unkonventioneller Mitarbeiter und Kutterkäpt’n Douglas Gordon auf DIE bahnbrechende Idee überhaupt:
Was Käpt’n, wir sollen Godzilla aus dem arktischen Eis befreien, damit er gegen die Monster kämpfen und sie vernichten kann? In der Zeit sollen wir die Hauptbasis der Xiliens angreifen und sie in die Galaxis zurück schiessen? Und dann sollen wir Godzilla wieder im arktischen Eis begraben? Ist das ihr Plan?!? --- YEAH!!!
Wie man sieht kommen Amis meistens auf logisch nachvollziehbare, wohl durchdachte realistische Pläne mit kalkulierten Risiko und hoher Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Durchführung. Ist ja klar: Big G ist grad 50 geworden, da brauch man schon ein besonderes Geschenk zum Jubiläum. Da Sie wie alle Damen diesen Alters gerade ihre Wechseljahre und Mid-Life-Crisis hat, ist sie nicht wirklich gut drauf. Daraus folgt: Es gibt was uff’n Nüschel!
„Godzilla: Final Wars“ macht Spass! Zum Abschluss der dritten Staffel gibts eine knallige Burzeltags-Party und alle alle sind gekommen, um sich von der Grand-Dame aller Riesenviecher persönlich ne Jubiläums-Schelle abzuholen. Das ganze hat ordentlich Tempo, einen guten Soundtrack von Keith Emerson und Darsteller, die die Idiotie der Story hervorragend unterstreichen. Denn bitte – ein Godzi-Film ist nur echt mit pilzerauchenden Drehbuchautoren. Selbst Rührei Kitamura kann dem Film nichts anhaben, da seine Regie-unfähigkeit hier hervorragend ins Gesamtbild passt. Ich hab ja nie verstanden, warum Kitamura so eine gute Reputation bei vielen Asia-Guckern hat. „Final Wars“ ist da ein weiteres Beispiel für den typischen Kitamura-Stil: selbstzweckhaftes Kameragespiele und eine wirre Auflösung der Actionszenen (man siehe sich nur das „Fussball-Spiel“ zwischen Godzilla und zwei Mitmonstern an!). Hauptsache hip und cool! Leider ist seine hektische Regie wenig dazu angetan, dem 2-h-Film ein paar kleine Verschnaufpausen zu gönnen, so dass doch gegen Ende eine gewisse Überreizung einsetzt. (Mir taten in den Zusammenhang die armen Filmfest-Besucher leid, die unterhalb der achten Reihe im Kino saßen.)
Ansonsten ist das Drehbuch durchaus gelungen. Godzilla ist hier eine gelungene Mischung beider verschiedener Ansätze. Sie ist durch und durch böse, wird aber trotzdem zum Retter der Menschheit, wenn auch, und hier ist der Unterschied zu den ganzen niedlichen Monstersmashern der End-60er und frühen 70er Jahre, von ihr unbeabsichtigt und nur durch menschliche List dazu getrieben. Ein Ansatz, der mir persönlich gefällt. Auch werden einige Reminiszenzen an die alten Toho-Filme sowie an aktuelle Ami-Sci-Fi-Heuler in die Runde geschmissen. Da wird schon mal deutlich sichtbar ein Spielzeugpanzer zertrampelt und Godzillas Sohn Minya variiert in seiner Größe zwischen der eines Kindes (wie im von Fans meistgehassten Film der Serie „Godzillas Revenge“) und der eines wirklichen Monsternachwuchses (wie bei seinen ersten Leinwandauftritten). Zudem gibt es Anspielungen auf X-Men und Konsorten – und die doofe Emmerisch-Echse „Zilla“ kriegt vom Original ne Abreibung. Klar, wer lässt sich schon gerne von einem blöde aussehenden Doppelgänger verarschen. Jedenfalls darf sich der Bastard den wohlverdienten Prankenhieb abholen und findet sich ratzfatz unter einem Hochhaus im Grab der unnötigen Plagiatmonster wieder. „Ich wusste, dass dieses Erdenmonster nutzlos ist!“ schmollt da der Ober-Xilien. Ein paar nette One-Liner, hauptsächlich von Don Frye vorgetragen, hat der Film auch noch zu bieten. Die sorgen zwar nicht für Lachkrämpfe, sorgen aber für angenehme Kurzweil, bis die grüne Dicke nach einer Stunde die Leinwand betritt.
Kurzum: wer Godzilla-Filme mag, auf handfesten Monstertrash abfährt und alle seine Lieblingsmonster aus den damaligen Kindervorstellungen im Kino um die Ecke wieder sehen will, kommt beim finalen Kampf der Mutterechse auf seine Kosten, sofern er im oberen Teil des Kinos sitzt. Aber ich schätze mal, dass der deutsche Anbieter Splendid Big-G wohl gleich auf DVD loslässt.
In diesem Sinne: „Listen kid, there are two things you didn't know about the Earth. One is me. And the other is... Godzilla.“ (Douglas Gordon)
(Gojira: Feinaru uôzu)
JAP/ AUS / USA / CHI 2004 125 Min
von Ryuhei Kitamura
mit Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa, Akira Takarada, Don Frye
Kino [Toho (Fantasy Filmfest)]
Oh ihr Erdenmenschen passet auf – die Xiliens sind da! Anfangs noch im Gewand von friedliebenden Außerirdischen, lassen sie schon sehr schnell die Hosen fallen: Unseren Planeten wollen sie als riesengroßen Bauernhof, mit den Menschen als Nutzvieh. Dazu haben sie sämtliche TOHO-Monster plus die olle Emmerich-Schabracke in ihre Gewalt gebracht. Einige Wissenschaftler und die „Earth Defense Force“ wollen aber den Spitzenplatz in der Nahrungskette nicht kampflos frei geben – und so kommt ihr unkonventioneller Mitarbeiter und Kutterkäpt’n Douglas Gordon auf DIE bahnbrechende Idee überhaupt:
Was Käpt’n, wir sollen Godzilla aus dem arktischen Eis befreien, damit er gegen die Monster kämpfen und sie vernichten kann? In der Zeit sollen wir die Hauptbasis der Xiliens angreifen und sie in die Galaxis zurück schiessen? Und dann sollen wir Godzilla wieder im arktischen Eis begraben? Ist das ihr Plan?!? --- YEAH!!!
Wie man sieht kommen Amis meistens auf logisch nachvollziehbare, wohl durchdachte realistische Pläne mit kalkulierten Risiko und hoher Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Durchführung. Ist ja klar: Big G ist grad 50 geworden, da brauch man schon ein besonderes Geschenk zum Jubiläum. Da Sie wie alle Damen diesen Alters gerade ihre Wechseljahre und Mid-Life-Crisis hat, ist sie nicht wirklich gut drauf. Daraus folgt: Es gibt was uff’n Nüschel!
„Godzilla: Final Wars“ macht Spass! Zum Abschluss der dritten Staffel gibts eine knallige Burzeltags-Party und alle alle sind gekommen, um sich von der Grand-Dame aller Riesenviecher persönlich ne Jubiläums-Schelle abzuholen. Das ganze hat ordentlich Tempo, einen guten Soundtrack von Keith Emerson und Darsteller, die die Idiotie der Story hervorragend unterstreichen. Denn bitte – ein Godzi-Film ist nur echt mit pilzerauchenden Drehbuchautoren. Selbst Rührei Kitamura kann dem Film nichts anhaben, da seine Regie-unfähigkeit hier hervorragend ins Gesamtbild passt. Ich hab ja nie verstanden, warum Kitamura so eine gute Reputation bei vielen Asia-Guckern hat. „Final Wars“ ist da ein weiteres Beispiel für den typischen Kitamura-Stil: selbstzweckhaftes Kameragespiele und eine wirre Auflösung der Actionszenen (man siehe sich nur das „Fussball-Spiel“ zwischen Godzilla und zwei Mitmonstern an!). Hauptsache hip und cool! Leider ist seine hektische Regie wenig dazu angetan, dem 2-h-Film ein paar kleine Verschnaufpausen zu gönnen, so dass doch gegen Ende eine gewisse Überreizung einsetzt. (Mir taten in den Zusammenhang die armen Filmfest-Besucher leid, die unterhalb der achten Reihe im Kino saßen.)
Ansonsten ist das Drehbuch durchaus gelungen. Godzilla ist hier eine gelungene Mischung beider verschiedener Ansätze. Sie ist durch und durch böse, wird aber trotzdem zum Retter der Menschheit, wenn auch, und hier ist der Unterschied zu den ganzen niedlichen Monstersmashern der End-60er und frühen 70er Jahre, von ihr unbeabsichtigt und nur durch menschliche List dazu getrieben. Ein Ansatz, der mir persönlich gefällt. Auch werden einige Reminiszenzen an die alten Toho-Filme sowie an aktuelle Ami-Sci-Fi-Heuler in die Runde geschmissen. Da wird schon mal deutlich sichtbar ein Spielzeugpanzer zertrampelt und Godzillas Sohn Minya variiert in seiner Größe zwischen der eines Kindes (wie im von Fans meistgehassten Film der Serie „Godzillas Revenge“) und der eines wirklichen Monsternachwuchses (wie bei seinen ersten Leinwandauftritten). Zudem gibt es Anspielungen auf X-Men und Konsorten – und die doofe Emmerisch-Echse „Zilla“ kriegt vom Original ne Abreibung. Klar, wer lässt sich schon gerne von einem blöde aussehenden Doppelgänger verarschen. Jedenfalls darf sich der Bastard den wohlverdienten Prankenhieb abholen und findet sich ratzfatz unter einem Hochhaus im Grab der unnötigen Plagiatmonster wieder. „Ich wusste, dass dieses Erdenmonster nutzlos ist!“ schmollt da der Ober-Xilien. Ein paar nette One-Liner, hauptsächlich von Don Frye vorgetragen, hat der Film auch noch zu bieten. Die sorgen zwar nicht für Lachkrämpfe, sorgen aber für angenehme Kurzweil, bis die grüne Dicke nach einer Stunde die Leinwand betritt.
Kurzum: wer Godzilla-Filme mag, auf handfesten Monstertrash abfährt und alle seine Lieblingsmonster aus den damaligen Kindervorstellungen im Kino um die Ecke wieder sehen will, kommt beim finalen Kampf der Mutterechse auf seine Kosten, sofern er im oberen Teil des Kinos sitzt. Aber ich schätze mal, dass der deutsche Anbieter Splendid Big-G wohl gleich auf DVD loslässt.
In diesem Sinne: „Listen kid, there are two things you didn't know about the Earth. One is me. And the other is... Godzilla.“ (Douglas Gordon)
Mittwoch, August 31, 2005
Teaching Japanese Children
Das wandelnde Schloss
(Hauru no ugoku shiro)
Japan 2004 119 Min
von Hayao Miyazaki
Kino (Universum)
Die junge Sofi wird von einer bösen Hexe in eine alte Frau verwandelt, da sie von ihr als potenzielle nachfolgerin in der Gunst des Zauberers Hauro gesehen wird, dem jungen Mann, der einst von ihr verlassen wurde. Sofi flieht in das wandelnde Schloss des Zauberers und verdingt sich als Haushaltkraft. Nach und nach stellt sich heraus, dass alle anwesenden und im Verlauf des Filmes dort eintreffenden Personen mit einem persönlichen Fluch belastet sind, zu dessen Entschlüsselung man Herz und Mut braucht sowie eine Reise zu sich selbst unternehmen muss.
Hayao Miyazakis („Prinzessin Mononoke“, „Chihiros Reise ins Zauberland“) neuester Film kann als weiteres Qualitätsprodukt aus seiner Anime-Schmiede „Ghibli“ gesehen werden. Über die altmodisch guten, detailverliebten und phantasievoll ausgeschmückten Animationen und Zeichnungen muss man nicht viele Worte verlieren, da sie zu einem Gütesiegel des Studios geworden sind. Wie immer scheiden sich hier die Geister: Wer sich mit dem ureigenen fernöstlichen Manga/Anime-Zeichenstil (riesige Augen, Münder, die schon mal über das halbe Gesicht aufgehen etc.) anfreunden kann, wird sich ganz der Story und dessen Emotionen hingeben können, allen anderen wird der Zugang zu diesen Werken verschlossen bleiben. Geschmacksfrage halt! Dabei ist dies wirklich schade, denn auch „Hauru no ugoku shiro“ führt die erfolgreiche Ghibli-Tradition, gesellschaftspolitische Kommentare ohne Holzhammer oder erhobenen Zeigefinder in die kurzweiligen Geschichten mit einzubauen, fort. Stell dein Licht nicht immer unter den Scheffel bzw. Schönheit ist a) relativ und b) nicht alles im Leben! wird den Zuschauern mit auf den Weg gegeben, Egoismus lässt dich haltherzig werden und ist das entgegengesetzte Extrem von geringem Selbstvertrauen (Die gesunde Mischung machts halt, gell!). Ansonsten wartet der Film noch mit einem Statement gegen den Krieg auf, und zeigt erneut zwei von Miyazaki oft benutzte Themen: Die intakte Familie, bei der sich Jung und Alt gegenseitig helfen und respektvoll miteinander umgehen und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, dessen Schönheit und Vielfältigkeit einzigartig ist. All das wird der Geschichte untergemischt, ohne dass das Ergebnis in einzelne Teile zerfällt, denn die Story (lose basierend auf einer Geschichte von Diana Wynne Jones) ist kraftvoll genug, um die „Beigaben“ zu halten. Dabei bedient sich Miyazaki eines langsamen Erzähltempos, das aber niemals zu Langweile verkommt. Ebenfalls typisch ist eine relative Offenheit der Geschichte. Miyazaki kümmert sich nur um die Details, die zum Verständnis der Vorgänge im Film notwendig sind. Hintergründe (z.B. der Grund für den Krieg) werden nicht mitgeliefert. Auch lässt er seinen Personen etwas geheimnisvolles, erklärt niemals alles durch – und lässt damit Raum für die (kindliche) Phantasie des Zuschauers, sofern er sie aufbringen kann und möchte. Und genau hier liegen Welten zwischen Disney und Konsorten zu den „Ghibli-Filmen“ oder denen von Katsuhiro Otomo („Akira“, „Steamboy“) und Mamoru Oshii („Ghost in the Shell“).
Kritisiert werden muss leider wieder die deutsche Synchronisation, die stimmlich eigentlich gut umgesetzt wurde – bis auf die Titelfigur Sophie. Egal ob jung oder alt, die Stimme ist klanglich einfach unpassend.
(Hauru no ugoku shiro)
Japan 2004 119 Min
von Hayao Miyazaki
Kino (Universum)
Die junge Sofi wird von einer bösen Hexe in eine alte Frau verwandelt, da sie von ihr als potenzielle nachfolgerin in der Gunst des Zauberers Hauro gesehen wird, dem jungen Mann, der einst von ihr verlassen wurde. Sofi flieht in das wandelnde Schloss des Zauberers und verdingt sich als Haushaltkraft. Nach und nach stellt sich heraus, dass alle anwesenden und im Verlauf des Filmes dort eintreffenden Personen mit einem persönlichen Fluch belastet sind, zu dessen Entschlüsselung man Herz und Mut braucht sowie eine Reise zu sich selbst unternehmen muss.
Hayao Miyazakis („Prinzessin Mononoke“, „Chihiros Reise ins Zauberland“) neuester Film kann als weiteres Qualitätsprodukt aus seiner Anime-Schmiede „Ghibli“ gesehen werden. Über die altmodisch guten, detailverliebten und phantasievoll ausgeschmückten Animationen und Zeichnungen muss man nicht viele Worte verlieren, da sie zu einem Gütesiegel des Studios geworden sind. Wie immer scheiden sich hier die Geister: Wer sich mit dem ureigenen fernöstlichen Manga/Anime-Zeichenstil (riesige Augen, Münder, die schon mal über das halbe Gesicht aufgehen etc.) anfreunden kann, wird sich ganz der Story und dessen Emotionen hingeben können, allen anderen wird der Zugang zu diesen Werken verschlossen bleiben. Geschmacksfrage halt! Dabei ist dies wirklich schade, denn auch „Hauru no ugoku shiro“ führt die erfolgreiche Ghibli-Tradition, gesellschaftspolitische Kommentare ohne Holzhammer oder erhobenen Zeigefinder in die kurzweiligen Geschichten mit einzubauen, fort. Stell dein Licht nicht immer unter den Scheffel bzw. Schönheit ist a) relativ und b) nicht alles im Leben! wird den Zuschauern mit auf den Weg gegeben, Egoismus lässt dich haltherzig werden und ist das entgegengesetzte Extrem von geringem Selbstvertrauen (Die gesunde Mischung machts halt, gell!). Ansonsten wartet der Film noch mit einem Statement gegen den Krieg auf, und zeigt erneut zwei von Miyazaki oft benutzte Themen: Die intakte Familie, bei der sich Jung und Alt gegenseitig helfen und respektvoll miteinander umgehen und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, dessen Schönheit und Vielfältigkeit einzigartig ist. All das wird der Geschichte untergemischt, ohne dass das Ergebnis in einzelne Teile zerfällt, denn die Story (lose basierend auf einer Geschichte von Diana Wynne Jones) ist kraftvoll genug, um die „Beigaben“ zu halten. Dabei bedient sich Miyazaki eines langsamen Erzähltempos, das aber niemals zu Langweile verkommt. Ebenfalls typisch ist eine relative Offenheit der Geschichte. Miyazaki kümmert sich nur um die Details, die zum Verständnis der Vorgänge im Film notwendig sind. Hintergründe (z.B. der Grund für den Krieg) werden nicht mitgeliefert. Auch lässt er seinen Personen etwas geheimnisvolles, erklärt niemals alles durch – und lässt damit Raum für die (kindliche) Phantasie des Zuschauers, sofern er sie aufbringen kann und möchte. Und genau hier liegen Welten zwischen Disney und Konsorten zu den „Ghibli-Filmen“ oder denen von Katsuhiro Otomo („Akira“, „Steamboy“) und Mamoru Oshii („Ghost in the Shell“).
Kritisiert werden muss leider wieder die deutsche Synchronisation, die stimmlich eigentlich gut umgesetzt wurde – bis auf die Titelfigur Sophie. Egal ob jung oder alt, die Stimme ist klanglich einfach unpassend.
Freitag, Juli 15, 2005
Die große Grüne und ihre kackende Kaulquappe
Godzilla – Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster
(Godzilla vs. Hedorah)
Japan 1971 86 Min
von Yoshimitsu Banno
mit Akira Yamauchi, Hiroykui Kawase, Toshio Shibaki, Haruo Nakajima
DVD (Marketing)
Bedingt durch die immer größere globale Umweltverschmutzung taucht aus einem See voller unschöner chemischer Ablagerungen ein gnubbliges Monster mit feuerroten Augen auf – Hedorah (in der deutschen Fassung Hydrox). Die/Der gute absorbiert sämtliche Ablagerungen, atmet mit Vorliebe den Dreck aus Fabrikschornsteinen ein und hat die unerfreuliche Eigenschaft, ihre Nahrung in purem Schwefel umzuwandeln, den sie furzenderweise über die gepeinigte Bevölkerung ausschüttet. Doch das Biest hat die Rechnung ohne Godzilla gemacht, der inzwischen zu Japans Knuddel- und Rettermonster Nr. 1 degradiert wurde. Als der Abgasheini auch noch mit fliegenden Kotbällen schmeisst, reicht es Big G, und es gibt auf die Nuschel.
Das liest sich sehr trashig, ganz so wie man es von einem japanischen Monsterfilm, grade aus der Zeit der frühen 70er Jahre erwartet. Leider will sich aber nicht wirklich eine unbefangene Genießerstimmung bei meiner einer einstellen, da der Film letztlich mehr verschenkt als erreicht. Okay, man wollte bei der TOHO offensichtlich neue Wege gehen und der zuletzt etwas schwächelnden Godzilla-Reihe wieder etwas frisches Blut hineinpumpen. Die Idee mit Hedorah/Hydrox, als Reaktion auf die aktuellen Probleme der weltweiten Umweltverschmutzung, war da nicht die schlechteste Idee. Jedoch wurde aus dem potenziell-düsteren Background der neuen Kreatur unter den Händen von Regisseur Yoshimitsu Banno ein kleines harmloses, manchmal obskures Kinderfilmchen. Nur in ein, zwei Sequenzen (Hedorah fliegt über Menschenmassen hinweg, die wie die Fliegen umfallen und nur noch Skelette übrigleiben) wird angedeutet, was man hätte aus dem Stoff machen können. Das war es dann leider aber auch. Interessant ist, dass durch die Fokussierung auf den neuen sozial-kritischen Brennpunkt Umweltverschmutzung der alte, klassische der Warnung vor dem bedenkenlosen Einsatz der Atomkraft nun völlig verschwindet und sogar ins Gegenteil verkehrt wird. Letztlich ist es nämlich Godzillas radioaktiver Strahl, der die fliegende Giftgaskloake ins Jenseits befördert.
Darüber hinaus hat der Film noch mehr Eigenschaften, die einen mürbe machen. Da wäre zum einen die größtenteils schrecklich nervtötende Filmmusik von Riichoro Manabe. Egal ob die musikalische Untermalung von Godzillas Kämpfen oder aber der Titeltrack, der von einigen der schlechtesten Backgroundstimmchen aller Zeiten geadelt wird. Ein weiteres Ärgernis hat sich zudem wieder einmal in der Rollenverteilung des Drehbuches versteckt. Waren es bisher immer die typisch altmodischen Frauenrollen der Marke weinerlich, Schreianfall gefährdet, und alle-drei-Schritte-auf-die-Fresse-fallend-wenn-ich-vor-nem-Monster-wegrenne, die es in Kauf zu nehmen galt, so ist es diesmal die Figur des kleinen Sohns von Dr. Yano. Anstatt dieser zur Hauptrolle hochgeschossen wird, liegt er nach einer Furzattacke die meiste Zeit doof im Bett rum, während sich sein Sprössling hübsch altklug-nervtötend durch den Film artikulieren darf. Der Kleine ist ein absoluter Godzilla-Fan, träumt von ihm, geht mit seinem Gelaber um Godzilla allen auf den Keks und darf ihm am Schluss noch kitschig-niedlich nachwinken. Die Rolle ist wohl noch ein Überbleibsel aus dem 1969er-Eintrag „Godzilla’s Revenge“, in dem die Herren und Damen Großhufer nur in den Träumen von einigen Kiddies als deren Beschützer vorkamen. Hier nun geht man in der Hinsicht noch einen Schritt weiter, da der Film als einzigen vagen Grund, warum Godzilla überhaupt auftaucht, den festen Glauben des Jungen anbietet, dass es der große Grüne Hedorah schon zeigen würde. Generell ist Godzillas Rolle im Film alles andere als toll. Sie taucht irgendwann auf, rennt tapsig durch putzige Landschaftsminiaturen, kabbelt sich mehrmals mit dem rotäugigen Stinker (wobei sie meist den kürzeren zeiht) und darf am Ende einen geistreichen Einfall haben, der das Vieh den Garaus macht. Das ist dramaturgisch nicht wirklich der Knaller. Apropos Knaller: den schießt natürlich wieder mal die deutsche Synchronfassung ab, die dem Film, nicht als einzigem der Serie, in eine imaginäre Frankenstein-Posse verwandelt. Zudem sind es auch nicht die Teufelsmonster, sondern höchstens ein einziges. Da der Titel, so blöde wie er ist, nicht einfach so im Raum stehen konnte, musste er natürlich irgendwo rein in die Synchro. Ein beatiger Tanzschuppen wird zum Angriffziel der Monster-Stinkmorchel, die eine kleine Kostprobe ihres leckeren Schlammes die Treppen zum Etablissement runterschickt. Beim Anblick der grünen Suppe fällt den panischen Discogängern dann nichts besseres ein als: „Was sind denn das für Teufelsmonster?! – „Ahhhh, Frankensteins Teufelsmonster!!!“ Ob das ein Kommentar zur verkifften Jugend jener Zeit war? Ich habe da so meine Zweifel.
(Godzilla vs. Hedorah)
Japan 1971 86 Min
von Yoshimitsu Banno
mit Akira Yamauchi, Hiroykui Kawase, Toshio Shibaki, Haruo Nakajima
DVD (Marketing)
Bedingt durch die immer größere globale Umweltverschmutzung taucht aus einem See voller unschöner chemischer Ablagerungen ein gnubbliges Monster mit feuerroten Augen auf – Hedorah (in der deutschen Fassung Hydrox). Die/Der gute absorbiert sämtliche Ablagerungen, atmet mit Vorliebe den Dreck aus Fabrikschornsteinen ein und hat die unerfreuliche Eigenschaft, ihre Nahrung in purem Schwefel umzuwandeln, den sie furzenderweise über die gepeinigte Bevölkerung ausschüttet. Doch das Biest hat die Rechnung ohne Godzilla gemacht, der inzwischen zu Japans Knuddel- und Rettermonster Nr. 1 degradiert wurde. Als der Abgasheini auch noch mit fliegenden Kotbällen schmeisst, reicht es Big G, und es gibt auf die Nuschel.
Das liest sich sehr trashig, ganz so wie man es von einem japanischen Monsterfilm, grade aus der Zeit der frühen 70er Jahre erwartet. Leider will sich aber nicht wirklich eine unbefangene Genießerstimmung bei meiner einer einstellen, da der Film letztlich mehr verschenkt als erreicht. Okay, man wollte bei der TOHO offensichtlich neue Wege gehen und der zuletzt etwas schwächelnden Godzilla-Reihe wieder etwas frisches Blut hineinpumpen. Die Idee mit Hedorah/Hydrox, als Reaktion auf die aktuellen Probleme der weltweiten Umweltverschmutzung, war da nicht die schlechteste Idee. Jedoch wurde aus dem potenziell-düsteren Background der neuen Kreatur unter den Händen von Regisseur Yoshimitsu Banno ein kleines harmloses, manchmal obskures Kinderfilmchen. Nur in ein, zwei Sequenzen (Hedorah fliegt über Menschenmassen hinweg, die wie die Fliegen umfallen und nur noch Skelette übrigleiben) wird angedeutet, was man hätte aus dem Stoff machen können. Das war es dann leider aber auch. Interessant ist, dass durch die Fokussierung auf den neuen sozial-kritischen Brennpunkt Umweltverschmutzung der alte, klassische der Warnung vor dem bedenkenlosen Einsatz der Atomkraft nun völlig verschwindet und sogar ins Gegenteil verkehrt wird. Letztlich ist es nämlich Godzillas radioaktiver Strahl, der die fliegende Giftgaskloake ins Jenseits befördert.
Darüber hinaus hat der Film noch mehr Eigenschaften, die einen mürbe machen. Da wäre zum einen die größtenteils schrecklich nervtötende Filmmusik von Riichoro Manabe. Egal ob die musikalische Untermalung von Godzillas Kämpfen oder aber der Titeltrack, der von einigen der schlechtesten Backgroundstimmchen aller Zeiten geadelt wird. Ein weiteres Ärgernis hat sich zudem wieder einmal in der Rollenverteilung des Drehbuches versteckt. Waren es bisher immer die typisch altmodischen Frauenrollen der Marke weinerlich, Schreianfall gefährdet, und alle-drei-Schritte-auf-die-Fresse-fallend-wenn-ich-vor-nem-Monster-wegrenne, die es in Kauf zu nehmen galt, so ist es diesmal die Figur des kleinen Sohns von Dr. Yano. Anstatt dieser zur Hauptrolle hochgeschossen wird, liegt er nach einer Furzattacke die meiste Zeit doof im Bett rum, während sich sein Sprössling hübsch altklug-nervtötend durch den Film artikulieren darf. Der Kleine ist ein absoluter Godzilla-Fan, träumt von ihm, geht mit seinem Gelaber um Godzilla allen auf den Keks und darf ihm am Schluss noch kitschig-niedlich nachwinken. Die Rolle ist wohl noch ein Überbleibsel aus dem 1969er-Eintrag „Godzilla’s Revenge“, in dem die Herren und Damen Großhufer nur in den Träumen von einigen Kiddies als deren Beschützer vorkamen. Hier nun geht man in der Hinsicht noch einen Schritt weiter, da der Film als einzigen vagen Grund, warum Godzilla überhaupt auftaucht, den festen Glauben des Jungen anbietet, dass es der große Grüne Hedorah schon zeigen würde. Generell ist Godzillas Rolle im Film alles andere als toll. Sie taucht irgendwann auf, rennt tapsig durch putzige Landschaftsminiaturen, kabbelt sich mehrmals mit dem rotäugigen Stinker (wobei sie meist den kürzeren zeiht) und darf am Ende einen geistreichen Einfall haben, der das Vieh den Garaus macht. Das ist dramaturgisch nicht wirklich der Knaller. Apropos Knaller: den schießt natürlich wieder mal die deutsche Synchronfassung ab, die dem Film, nicht als einzigem der Serie, in eine imaginäre Frankenstein-Posse verwandelt. Zudem sind es auch nicht die Teufelsmonster, sondern höchstens ein einziges. Da der Titel, so blöde wie er ist, nicht einfach so im Raum stehen konnte, musste er natürlich irgendwo rein in die Synchro. Ein beatiger Tanzschuppen wird zum Angriffziel der Monster-Stinkmorchel, die eine kleine Kostprobe ihres leckeren Schlammes die Treppen zum Etablissement runterschickt. Beim Anblick der grünen Suppe fällt den panischen Discogängern dann nichts besseres ein als: „Was sind denn das für Teufelsmonster?! – „Ahhhh, Frankensteins Teufelsmonster!!!“ Ob das ein Kommentar zur verkifften Jugend jener Zeit war? Ich habe da so meine Zweifel.
Donnerstag, Juli 14, 2005
Madame bittet zum Tanz
Godzilla - Die Rückkehr des Monsters
(Godzilla 84 / Return of Godzilla)
Japan 1984 103 Min
von Koji Hashimoto
mit Keiju Kobayashi, Ken Tanaka, Yasuko Sawaguchi, Shin Takuma
DVD (Marketing)
Nach einer - na sagen wir - kreativen Pause, war sie plötzlich wieder da. 1984 durfte Godzilla wieder einmal auftauchen, halb Tokio verwüsten, um am Ende von einem Wissenschaftler in einem Vulkan gelockt und gebraten zu werden. Nebenbei gabs die übliche aufgesetzte Kritik an Atomwaffen und dem kalten Krieg an sich und eine reaktionäre Frauenrolle zu bestaunen, die für die Handlung absolut endbehrlich ist. Gottseidank nimmt das aber nicht überhand und man darf sich an einem gelungenen Monsterfilm erfreuen - nur echt mit dem Mann im Godzilla-Kostüm.
Dank Marketing kann man sich nun zum ersten Mal auch die originale japanische Fassung hierzulande zu Gemüte führen. Was dem Film wirklich besser aussehen lässt, versprüht er dich nun den Hauch einer Großproduktion, während die alte deutsche Fassung, um gut 25 MInuten gekürzt, mit ihrer Sprunghaftigkeit und dem fehlenden Erzählrhythmus eher an ein uninspiriertes B-Movie erinnerte. Leider hört aber hier die Freude über die DVD auch schon auf: Zum einen werden sämtliche Ortsangaben etc., die im Film eingeblendet werden nicht übersetzt, das Making Of bleibt ebenso im Original belassen und daher ziemlich nutzlos. Zudem wird der englische Vor-und Abspann als der deutsche ausgeben (den es natürlich auch gibt). Wahrscheinlich wird es aber wieder mal daran gelegen haben, das man mit solchen Filmen in good-old-Germany keine großen Gewinne einfahren kann.
(Godzilla 84 / Return of Godzilla)
Japan 1984 103 Min
von Koji Hashimoto
mit Keiju Kobayashi, Ken Tanaka, Yasuko Sawaguchi, Shin Takuma
DVD (Marketing)
Nach einer - na sagen wir - kreativen Pause, war sie plötzlich wieder da. 1984 durfte Godzilla wieder einmal auftauchen, halb Tokio verwüsten, um am Ende von einem Wissenschaftler in einem Vulkan gelockt und gebraten zu werden. Nebenbei gabs die übliche aufgesetzte Kritik an Atomwaffen und dem kalten Krieg an sich und eine reaktionäre Frauenrolle zu bestaunen, die für die Handlung absolut endbehrlich ist. Gottseidank nimmt das aber nicht überhand und man darf sich an einem gelungenen Monsterfilm erfreuen - nur echt mit dem Mann im Godzilla-Kostüm.
Dank Marketing kann man sich nun zum ersten Mal auch die originale japanische Fassung hierzulande zu Gemüte führen. Was dem Film wirklich besser aussehen lässt, versprüht er dich nun den Hauch einer Großproduktion, während die alte deutsche Fassung, um gut 25 MInuten gekürzt, mit ihrer Sprunghaftigkeit und dem fehlenden Erzählrhythmus eher an ein uninspiriertes B-Movie erinnerte. Leider hört aber hier die Freude über die DVD auch schon auf: Zum einen werden sämtliche Ortsangaben etc., die im Film eingeblendet werden nicht übersetzt, das Making Of bleibt ebenso im Original belassen und daher ziemlich nutzlos. Zudem wird der englische Vor-und Abspann als der deutsche ausgeben (den es natürlich auch gibt). Wahrscheinlich wird es aber wieder mal daran gelegen haben, das man mit solchen Filmen in good-old-Germany keine großen Gewinne einfahren kann.
Dienstag, Juli 12, 2005
Kita "Mura"
Versus
JAP/USA 2000 115 Min
von Ryuhei Kitamura
mit Tak Sakaguchi, Hideo Sakaki, Chieko Misaka, Kenji Matsuda
DVD (Legend Films)
Viele, viele lebendige und nicht-mehr-tote fernöstliche Leute hoppeln zwei Stunden lang durch den "Wald der Wiederauferstehung" und ballern, schlitzen, knüppeln und treten sich die Knochen weg. Denn die besagte Naturschutzzone ist das 444. von insgesamt 666 Toren, die in eine andere Welt, zur dunklen, anderen Seite oder einfach nur zur nächstgelegenden Ortschaft führt.
Okay, ich geb es zu. Ich habe ein Problem mit Filmen dieser Zeit, die uns "coole" oder "ausgeflippte" Typen vorführen wollen. Warum? Weil es meist einfach nur lächerlich und dämlich ausschaut. Leider trifft dies auch größtenteils auf "Versus" zu. Man merke: banale Dialoge und manisches Overacting lassen wirklich keine interessanten Figuren entstehen. Soll es wahrscheinlich auch nicht. Denn Kitamura zeigt sehr schnell, worauf es ihm ankommt: Action, Blut, Schnelligkeit, Kamerageschwurbel. Nun, alle 4 Ingredenzien sind in Hülle und Fülle vertreten. Machen aber eben keinen guten Film daraus. Es ist ja völlig legitim, dass die Story dem Stil unterworfen ist. "Syle over Substance" ist nun wahrlich nicht ein Begriff, den Herren wie Bava oder Argento für sich allein gepachtet haben. Das Problem bei Kitamura ist aber, dass er noch sehr an seinem eigenen Stil arbeitet. Die Handkamera-Shots scheinen fast aus produktionstechnischen Gründen so zahlreich zu sein, die Kamerafahrten sind auch nicht immer optimal ausgeführt und getimt, die Farbfilterspielerei wird ziemlich beliebig eingesetzt. Es fehlt schlciht und ergreifend an einem klaren, visuellen Konzept. Sollte es doch eins gegeben haben, so kann es nur "Mal-schaun-was-ich-alles-mit-ner-Steadycam-machen-kann" oder ähnlich gelautet haben. Letzlich müssen seine Bilder auf Dauer ermüden, da immer kein narratives Gegengewicht entgegen gebracht wird. Obwohl die Story auf den vielzitierten Bierdeckel passt und die Dialoge über Plattheiten nicht hinauskommen, streckt Kitamura sein Nichts an Story auf nahezu 2 Stunden. Langeweile und eine gewisse Übersättigung bei der 312. Kamerafahrt und dem 37. Kampf ist da vorprogrammiert. Und wenn die Herren dann mal die Knarren für kurze Zeit wegstecken, und anfangen zu konversieren, kommt der Wunsch auf, dass bald wieder die Engelmacher aus der Unterhose gezogen werden. Kitamura hat visuell und handwerklich sicher einiges auf dem Kasten, das zumindest wird sichtbar. Nur leider erliegt er hier der puren Spielerei, das ganze wirkt wie ein fetziger Filmdreh unter Freunden, um ein paar geile Aufnahmen zu machen und Technik auszuprobieren. Vielleicht hätte man sich doch noch mal über das Drehbuch setzen sollen, alleine schon um es um mindestens ne halbe Stunde zu kürzen. Die wenigen gelungenen Seitenhiebe auf "Matrix" und Co. können es dann auch nicht mehr rausreißen. Für Splatterleuts und Actionjunkies ein Fest, alle anderen begeben sich recht schnell in den "Wald der Ermüdung".
JAP/USA 2000 115 Min
von Ryuhei Kitamura
mit Tak Sakaguchi, Hideo Sakaki, Chieko Misaka, Kenji Matsuda
DVD (Legend Films)
Viele, viele lebendige und nicht-mehr-tote fernöstliche Leute hoppeln zwei Stunden lang durch den "Wald der Wiederauferstehung" und ballern, schlitzen, knüppeln und treten sich die Knochen weg. Denn die besagte Naturschutzzone ist das 444. von insgesamt 666 Toren, die in eine andere Welt, zur dunklen, anderen Seite oder einfach nur zur nächstgelegenden Ortschaft führt.
Okay, ich geb es zu. Ich habe ein Problem mit Filmen dieser Zeit, die uns "coole" oder "ausgeflippte" Typen vorführen wollen. Warum? Weil es meist einfach nur lächerlich und dämlich ausschaut. Leider trifft dies auch größtenteils auf "Versus" zu. Man merke: banale Dialoge und manisches Overacting lassen wirklich keine interessanten Figuren entstehen. Soll es wahrscheinlich auch nicht. Denn Kitamura zeigt sehr schnell, worauf es ihm ankommt: Action, Blut, Schnelligkeit, Kamerageschwurbel. Nun, alle 4 Ingredenzien sind in Hülle und Fülle vertreten. Machen aber eben keinen guten Film daraus. Es ist ja völlig legitim, dass die Story dem Stil unterworfen ist. "Syle over Substance" ist nun wahrlich nicht ein Begriff, den Herren wie Bava oder Argento für sich allein gepachtet haben. Das Problem bei Kitamura ist aber, dass er noch sehr an seinem eigenen Stil arbeitet. Die Handkamera-Shots scheinen fast aus produktionstechnischen Gründen so zahlreich zu sein, die Kamerafahrten sind auch nicht immer optimal ausgeführt und getimt, die Farbfilterspielerei wird ziemlich beliebig eingesetzt. Es fehlt schlciht und ergreifend an einem klaren, visuellen Konzept. Sollte es doch eins gegeben haben, so kann es nur "Mal-schaun-was-ich-alles-mit-ner-Steadycam-machen-kann" oder ähnlich gelautet haben. Letzlich müssen seine Bilder auf Dauer ermüden, da immer kein narratives Gegengewicht entgegen gebracht wird. Obwohl die Story auf den vielzitierten Bierdeckel passt und die Dialoge über Plattheiten nicht hinauskommen, streckt Kitamura sein Nichts an Story auf nahezu 2 Stunden. Langeweile und eine gewisse Übersättigung bei der 312. Kamerafahrt und dem 37. Kampf ist da vorprogrammiert. Und wenn die Herren dann mal die Knarren für kurze Zeit wegstecken, und anfangen zu konversieren, kommt der Wunsch auf, dass bald wieder die Engelmacher aus der Unterhose gezogen werden. Kitamura hat visuell und handwerklich sicher einiges auf dem Kasten, das zumindest wird sichtbar. Nur leider erliegt er hier der puren Spielerei, das ganze wirkt wie ein fetziger Filmdreh unter Freunden, um ein paar geile Aufnahmen zu machen und Technik auszuprobieren. Vielleicht hätte man sich doch noch mal über das Drehbuch setzen sollen, alleine schon um es um mindestens ne halbe Stunde zu kürzen. Die wenigen gelungenen Seitenhiebe auf "Matrix" und Co. können es dann auch nicht mehr rausreißen. Für Splatterleuts und Actionjunkies ein Fest, alle anderen begeben sich recht schnell in den "Wald der Ermüdung".
Samstag, Mai 21, 2005
Generation Kalaschnikow
Battle Royale 2 - Requiem
JAP 2003 128 Min
von Kinji und Kenta Fukasaku
mit Tatsuya Fujiwara, Ai maeda, Shugo Oshinari, Riki Takeuchi
DVD (Kinowelt)
Drei Jahre nach dem ersten BR-Programm: Der damalige Überlebende Shuya ist inzwischen ein Terrorist geworden und kämpft für die Absetzung der BR-Gesetzes. Um ihn zur Strecke zu bringen, kommt die Regierung auf die perfide Idee, einen neuen BR-Act zu starten. Wieder wird eine Schulklasse auserwählt, doch diesmal müssen sie sich nicht gegenseitig bekämpfen, sondern sollen Shuya und seine Wild Seven Terrorgruppe unschädlich machen.
Es ist schon eine Cruz mit den BR-Teilen bisher. Die Storys hatten sozialkritisches, Teil 2 sogar regimekritisches Potenzial. Potenzial, das leider nicht wirklich genutzt wurde und weitesgehend im Box-Office-sicheren inflationären Munitionsverbrauch unterging.
Auch Teil 2 hatte durchaus interessante Ansätze am Start: den BR-typischen Konfikt zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen, hier gepaart mit einer nicht wirklich versteckten Kritik am kriegerischen Gebahren bestimmter Supermächte. Doch letzteres wird in einer Szene (die der Ansprache Shuyas) fast schon pathetisch abgearbeitet. Dem ersten Punkt wird zwar etwas mehr Gewicht verliehen, trotzdem kommt das Drehbuch von Kenta Fukasaku und Norio Kida nicht über ein paar zarte Gedankenspiele hinaus. dabei schielten die Macher offensichtlich auf das jugendliche Publikum, denn ein differenziertes Abhandeln beider verfeindeter Seiten findet zu keiner Zeit statt. Hier sind die Rollen klar verteilt: Jugendliche = gut, mit edlen Absichten, zur Gewalt getrieben; Erwachsene = durch die Bank böse, die an ihrem Weltbild und ihren Methoden festhalten wollen. Auch sonst fallen viele Störfaktoren ins Auge: Riki Takeuchi gibt als "spielleitender Lehrer" dem Wort "Over-Acting" eine neue hässliche Fratze; der Soundtrack von Masamichi Amano ergeht sich in pathetischem, schwülstigen, heroischem (oder kurz gesagt: hollywoodeskem) Gedudel, der sich in keiner Sekunde mit den Bildern zu einr Einheit vermischt. Auch das Drehbuch haut mächtig in die pathische Heldenkerbe. So darf im zweiten Teil jeder der tödlich verwundeten Jugendlichen noch röchelnd seinen Abschlussmonolog aufsagen, um dann im Arm eines Kameraden zu sterben, welcher dann mit hasserfülltem Gesicht und wild schreiend um sich ballert. Die Inszenierung selbst ergeht sich dann auch in mittlerweile schon zum Klischee verkommenden Herumgewackel und Zeitlupen. Fazit: eigentlich ein Hollywoodfilm made in Japan, wären da nicht die minimalen sozialkritischen und antiamerikanischen Einsprengsel (neben der Ansprache von Terroristenführer Shuya [die ja noch alle beteilgten Angriffkriegsländer ohrfeigt] gibts noch einen Terroranschlag zu begutachten, in dem zwei parallel gewachsene Wolkenkratzer in sich zusammensacken, der assoziativ betrachtet schon starker Tobak ist). Doch die retten den Film nicht vor dem Mittelmass.
Da auch Teil 1 einen ungewöhnlichen, aber guten Ansatz hatte (und einen Beat Takeshi), aber auch diesen zu Gunsten einer Mischung aus Kriegs- und Slasherfilm in den Hintergrund treten ließ, gebe ich meine Hoffnungen für die BR-Saga (egal, was da noch kommen möge) auf. BR wird wohl immer den Weg des sicheren Box-Office-Erfolges gehen. Schade eigentlich, denn so wird der Zahn der Zeit unweigerlich und schnell an diesen Filmen nagen.
JAP 2003 128 Min
von Kinji und Kenta Fukasaku
mit Tatsuya Fujiwara, Ai maeda, Shugo Oshinari, Riki Takeuchi
DVD (Kinowelt)
Drei Jahre nach dem ersten BR-Programm: Der damalige Überlebende Shuya ist inzwischen ein Terrorist geworden und kämpft für die Absetzung der BR-Gesetzes. Um ihn zur Strecke zu bringen, kommt die Regierung auf die perfide Idee, einen neuen BR-Act zu starten. Wieder wird eine Schulklasse auserwählt, doch diesmal müssen sie sich nicht gegenseitig bekämpfen, sondern sollen Shuya und seine Wild Seven Terrorgruppe unschädlich machen.
Es ist schon eine Cruz mit den BR-Teilen bisher. Die Storys hatten sozialkritisches, Teil 2 sogar regimekritisches Potenzial. Potenzial, das leider nicht wirklich genutzt wurde und weitesgehend im Box-Office-sicheren inflationären Munitionsverbrauch unterging.
Auch Teil 2 hatte durchaus interessante Ansätze am Start: den BR-typischen Konfikt zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen, hier gepaart mit einer nicht wirklich versteckten Kritik am kriegerischen Gebahren bestimmter Supermächte. Doch letzteres wird in einer Szene (die der Ansprache Shuyas) fast schon pathetisch abgearbeitet. Dem ersten Punkt wird zwar etwas mehr Gewicht verliehen, trotzdem kommt das Drehbuch von Kenta Fukasaku und Norio Kida nicht über ein paar zarte Gedankenspiele hinaus. dabei schielten die Macher offensichtlich auf das jugendliche Publikum, denn ein differenziertes Abhandeln beider verfeindeter Seiten findet zu keiner Zeit statt. Hier sind die Rollen klar verteilt: Jugendliche = gut, mit edlen Absichten, zur Gewalt getrieben; Erwachsene = durch die Bank böse, die an ihrem Weltbild und ihren Methoden festhalten wollen. Auch sonst fallen viele Störfaktoren ins Auge: Riki Takeuchi gibt als "spielleitender Lehrer" dem Wort "Over-Acting" eine neue hässliche Fratze; der Soundtrack von Masamichi Amano ergeht sich in pathetischem, schwülstigen, heroischem (oder kurz gesagt: hollywoodeskem) Gedudel, der sich in keiner Sekunde mit den Bildern zu einr Einheit vermischt. Auch das Drehbuch haut mächtig in die pathische Heldenkerbe. So darf im zweiten Teil jeder der tödlich verwundeten Jugendlichen noch röchelnd seinen Abschlussmonolog aufsagen, um dann im Arm eines Kameraden zu sterben, welcher dann mit hasserfülltem Gesicht und wild schreiend um sich ballert. Die Inszenierung selbst ergeht sich dann auch in mittlerweile schon zum Klischee verkommenden Herumgewackel und Zeitlupen. Fazit: eigentlich ein Hollywoodfilm made in Japan, wären da nicht die minimalen sozialkritischen und antiamerikanischen Einsprengsel (neben der Ansprache von Terroristenführer Shuya [die ja noch alle beteilgten Angriffkriegsländer ohrfeigt] gibts noch einen Terroranschlag zu begutachten, in dem zwei parallel gewachsene Wolkenkratzer in sich zusammensacken, der assoziativ betrachtet schon starker Tobak ist). Doch die retten den Film nicht vor dem Mittelmass.
Da auch Teil 1 einen ungewöhnlichen, aber guten Ansatz hatte (und einen Beat Takeshi), aber auch diesen zu Gunsten einer Mischung aus Kriegs- und Slasherfilm in den Hintergrund treten ließ, gebe ich meine Hoffnungen für die BR-Saga (egal, was da noch kommen möge) auf. BR wird wohl immer den Weg des sicheren Box-Office-Erfolges gehen. Schade eigentlich, denn so wird der Zahn der Zeit unweigerlich und schnell an diesen Filmen nagen.
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